Jenseits des Geldes

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« Geld oder Leben !» –

…riefen wir wir, wenn wir als Kinder Räuber und Gendarm spielten. In diesen Tagen können wir viel lesen über die Macht der Hochfinanz, über zynische Banken und korrupte Regime. Die Welt ist instabil geworden, mit Millionen Flüchtlingen und auch Arbeitsimmigranten, die oft hoffen für an ihre daheimgebliebenen Familien verdienen zu können, und mit Ländern am Rande des Kollapses – oft in Folge von finanziellen Manipulationen durch eben dieselben »Herrschaften«, die ihnen heute »Reformen« aufdrücken wollen. (Siehe das Beispiel Griechenland…)

Ökologische Wirtschaft, Tauschwirtschaft, Green economy, Kreislauf, Regionalgeld und Kryptowährungen sind Alternativen, die nun diskutiert und praktiziert werden, als Heilmittel einer tief sitzenden Systemkrankheit. Hier möchten wir drei konkrete Initiativen näher beleuchten: die Kryptowährung OneCoin, Vollgeld (Island and Schweiz) und die Konferenz «Beyond Money» nächste Woche in Oslo

Cryptocurrencies: Ethereum? OneCoin?

Crypto currencies has become viral as a possible future payment system – outside of banking. (Even though some banks are now trying to catch up and be part of the game). Pioneering and well known well known is BitCoin. The new generation of open source cryptocurrency has an even more radical vison: it is nothing less as the total decentralization of commerce plus the return to “the internet as it was supposed to be”. Read more about “Ethereum” here, meet the founder Vitalik Buterin in a portrait here and in an interview here. Just as we have seen in the pirate party movement (in Iceland at about 30% of the vote!), this is radical grassroots thinking combined with total digitalization…. Is it the longing after the real world of the living (“the etheric”) which inspired the inventors to call it Ethereum?

Bitcoin has also been criticized because of the possible abuse in money washing and other dirty businesses. However, now a competitor has entered the scene with a much better credentials: OneCoin: It is fully transparent (no chance for whitewashing of money) and attempts to be a “currency for the people”, especially those living in countries with corruption or nonfunctional banking systems, like in parts of Eastern Europe, refugees and work immigrants wanting to send money home to their families. HERE is an interview with Dr.Ruja Ignatova, the lady who has developed OneCoin – maybe the one presentations of hers which shows best the person behind the project and the intentions lying behind. Some of the Norwegian activists, including friends of ours, have cooperated to create an informative, fact-based Norwegian website . If you are interested, feel free to contact us and we will get you in contact with them. (The immense success of the concept may in the future lead to attempts of hijacking by “some big guys” – so we will keep our eyes open ) OneCoin is officially recognized by the EU and its nations, and it is the first crypto currency to become legal in China (even with special appointment by the Chinese authorities). Only nine months after its birth, OneCoin is now in its strongest expansion – the perfect time to check it out.

Kryptowährung OneCoin?

Vorbei an allen etablierten Banksystemen, vorbei auch an allen traditionellen Denkweisen und Werten des Finanzwesen, haben sich Kryptowährung als ernsthafte Konkurrenz zum herkömmlichen Geld entwickelt. Am bekanntesten ist BitCoin. Nun aber ist in kürzester Zeit ein Herausforderer herangewachsen, der frei ist vom Beigeschmack von Geldwäscherei und dunkler digitaler Geschäfte: OneCoin. (Vielleicht ein bisschen so wie die schöne saubere Apple-Welt im Vergleich zur Android-Anarchie?). OneCoin setzt auf Transparenz und will eine »Währung für das Volk« sein, vor allem in Ländern mit Korruption und Chaos in Staat und Finanzen, wie vielerorts in Südosteuropa; und ein Werkzeug für Flüchtlinge und Arbeitsimmigranten, die Geld verschieben können, ohne betrogen oder ausgenommen zu werden. Hier ist ein Interview mit der Gründerin Dr.Ruja Ignatova, – vielleicht die beste Quelle, um den Mensch hinter dem Projekt und ihre Intentionen kennen zu lernen. Einige der norwegischen Aktivisten, einschließlich einer unserer persönlichen Bekannten, haben gemeinsam diese informative, faktenbasierte website zusammengestellt. Auf Nachfrage können wir mehr Information dazu geben. Nach unseren bisherigen Recherchen handelt es sich bei OneCoin um ein seriöses, wohl durchdachtes und neuartiges Konzept. (Der riesige Erfolg nach nicht einmal einem Jahr wird gewiss noch einige Gegner auf dem Plan rufen, bzw. Versuchungen seitens der Global Players – einstweilen aber scheint die Sache sauber.) – So ist OneCoin auch offiziell anerkannt in der EU und den europäischen Staaten, und als erste Kryptowährung legal in China eingeführt, sogar mit spezieller Empfehlung der Regierung. Nur neun Monate nach seiner Geburt ist OneCoin in einer gewaltigen Expansion – rein ökonomisch also der beste Zeitpunkt zum Einsteigen.

Regionalwährungen?

In Norwegen haben wir lange warten müssen auf Initiativen für Regionalwährungen und Vollgeld. Regionalwährungen sind kein Geldersatz, sondern eine Ergänzung. Im übrigen ist es nicht einmal eine neue Idee, sondern wurde bereits im Anfang des vorigen Jahrhunderts erfolgreich praktiziert, in Österreich, der Schweiz (WIR) und Deutschland als Pioniere für den europäischen Kontinent. Wir freuen uns, von solchen Initiativen berichten zu können, auch wenn wir uns selbst mehr auf andere Projekte konzentrieren müssen. Zum Beispiel wird im Haus der Literatur in Oslo demnächst Grundeinkommen und Regionalgeld diskutiert.

»Vollgeld«?

Bereits vor über sechs Jahren haben wir mit Baldron ein Seminar über direkte Demokratie und Regionalwährungen mit Thomas Mayer veranstaltet. Nun ist er zum nächsten Projekt übergegangen: «Vollgeld» /»Sovereign Money« (siehe auch für Deutschland: Vollgeld.de) … Ein Blick auf die hier versammelten Informationen und Links zeigt deutlich: Hier geht es nicht um spinnerte Ideen, sondern realistische und gut durchdachte Initiativen – ”Worldwide”. Hier ist ein internationaler Überblick über die Bewegung für Geldreform, mit Deutschland, Schweiz etc., auch Schweden, Finnland, Dänemark und Island – nur Norwegen fehlt noch vorläufig.

Unser Freund Thomas Mayer hat eine enorme Ausdauer: bei der Gründung der Grünen in den achtziger Jahren war er schon als Jugendlicher dabei; später ist er jahrelang mit dem «Omnibus für direkte Demokratie» kreuz und quer quer durch Deutschland gereist, und hat über 20 Jahre im Verein »Mehr Demokratie« gewirkt und dabei erfolgreich den Volksentscheid in mehreren Bundesstaaten durchgesetzt. Auch war er Mitinitiator der ersten deutschen Regionalwährung, dem Chiemgauer. – Und nun, während eine Seele für grüne Ökonomie (einschließlich Grundeinkommen) nach Norwegen schwappt, ist der eifrig dabei, die nächste Welle vorzubereiten: das Geld zurück in die Kontrolle des Volkes. «Vollgeld» /»Sovereign Money«! Nach einem Jahr Unterschriftenkampagne in der Schweiz hat die Initiative nun das Referendum erzwungen. – Übrigens: ratet mal, was Thomas sonst in seinem Leben arbeitet? Meditationskurse! Man muss schon eine gute Verbindung »nach oben« haben, um die Trägheit der Herzen und den Widerstand des fantasielosen, destruktiven »Status quo« auszuhalten.

Haben wir eigentlich mitbekommen, wie »wir« – d.h. das Volk, der Souverän – schleichend die Kontrolle über den Geldumlauf verloren haben? Zur Erinnerung: In einer Demokratie sollten die Banken nur für die Geldzirkulation zuständig sein, die Ausgabe und Kontrolle hingegen beim Volk liegen. So ist es auch in Europa noch im 20. Jahrhundert gewesen (und in den USA bis zu jenem fatalen vor Weihnachtstag 1913, als ein Banken-Trust an den ahnungslosen Politikern vorbei einen finanziellen Staatsstreich landete; so dass seither die » Federal Reserve” der exklusive und private Herausgeber der dominierenden Währung der Welt ist.)

Groß wie dem auch sei, heute, in der digitalen Welt, sieht es anders aus. Die Banken sind ihre eigenen Geldhersteller geworden und Global Players in einem gefährlichen Spiel von Spekulation. Sie tragen damit entscheidend bei zur Verletzlichkeit der heutigen Hightech Gesellschaften. Ist es an der Zeit, dass das Volk seine finanzielle Souveränität wieder zu sich nimmt?

Das Herz der Ökonomie

Dies ist also das Bild im Großen und Ganzen: die ruhelose, instabile globale Finanzwelt wird von zwei Seiten »angegriffen« bzw. in alternativen Konzepten weiterentwickelt. Einerseits von der politischen, basisdemokratischen Bewegung für Vollgeld und andere Formen der Volks-Ökonomie (»Geld als Gemeingut«); und auf der anderen Seite von Kryptowährung wie OneCoin, als eine Art Radikal-Privatisierung des Geldverkehrs, vorbei an Banken und politischen Systemen, und – jedenfalls derzeit – mit enormen Potenzial für Wertsteigerung des persönlichen Vermögens. – Beide Bewegungen stellen den Status Quo in Fragen. Die eine durch Erneuerung der Grundwerte der Gesellschaft, als ein »zurück zur Zukunft«, zu dem Geld, wie es eigentlich immer gedacht war; die andere durch die Tat, durch die Etablierung völlig neuartiger – dabei aber unlöslich mit der »Unterwelt« der Computerintelligenz verbundene – Zahlungssysteme, mit großen privaten Gewinnmöglichkeiten.

Im Herzen der neuen Wirtschaft steht jedenfalls der direkte Austausch von Mensch zu Mensch: Teilungsökonomie und das neue Verständnis für das Schenken als Antrieb der Innovation. Was wir alle in der Familie und unter Freunden kennen und praktizieren, gilt natürlich auch in der übrigen Gesellschaft: dass Vertrauen als Grundlage von Warenaustausch und der Fluss als ihr »Blutkreislauf« auf dem Geben beruhen.

Diese Fragen, praktische Lösungen und »erste Hilfe« zu Heilung der globalen System Krankheit werden auch Gegenstand der zweitägigen Konferenz «Beyond Money» in Oslo sein, die wir hiermit wärmstens empfehlen. (Danke, Myriam Bouré, für Deinen großen Einsatz!)

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